Jugendliche nie so unglücklich wie heute?
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Jugendliche waren noch nie so unglücklich wie heute – zumindest, wenn man aktuellen Studien glaubt. Mehr als jede:r fünfte Jugendliche gilt als psychisch stark belastet, viele kämpfen regelmäßig mit Stress, Erschöpfung oder Einsamkeit. Und nur ein kleiner Teil beschreibt sich selbst als wirklich glücklich. Das ist kein kurzfristiger Effekt, sondern ein klarer Trend.
Die Gründe scheinen offensichtlich: eine Welt voller Krisen, permanenter Vergleich durch Social Media und ein wachsender Leistungsdruck. Doch das eigentliche Problem liegt oft tiefer. Viele Jugendliche wissen heute sehr genau, was alles nicht funktioniert – aber immer weniger, wofür sie selbst eigentlich stehen.
Was fehlt, ist Halt. Orientierung. Ein Gefühl von Zugehörigkeit.
Denn Identität entsteht nicht online und auch nicht durch Leistung. Sie entsteht im Miteinander – durch Gespräche, durch gemeinsame Werte, durch echte Verbindung. Genau das kommt im Alltag vieler Familien zu kurz. Zwischen Terminen, To-do-Listen und Bildschirmzeit bleibt oft wenig Raum für das, was wirklich trägt.
Das Ergebnis: Jugendliche funktionieren, aber fühlen sich nicht unbedingt gesehen. Sie sind ständig vernetzt und gleichzeitig oft allein.
Dabei ist die Sehnsucht nach echter Verbindung größer denn je. Und vielleicht liegt genau darin auch die Chance: wieder bewusster Räume zu schaffen, in denen Austausch stattfindet. Nicht irgendwo – sondern dort, wo alles beginnt: zu Hause.
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Quellen: CDC (Youth Risk Behavior Survey, USA 2023), Robert Koch-Institut – COPSY-Studie (Deutschland, 2020–2023), DAK Gesundheit – Kinder- und Jugendreport (2023/2024), WHO (HBSC-Studie 2024), Cigna Loneliness Report uvm.